Biedermeier

Als Biedermeier wird die Zeitspanne von 1815 (Wiener Kongress) bis 1848 (Beginn der bürgerlichen Revolution)
in den Ländern des Deutschen Bundes inklusive des Kaisertums Österreich bezeichnet.

Der Ausdruck Biedermeier bezieht sich zum einen auf die in dieser Zeit entstehende eigene Kultur
und Kunst des Bürgertums (z.B. in der Hausmusik, der Innenarchitektur und auch in der Mode), zum anderen auf die Literatur der Zeit,
die beide - häufig zu Unrecht - mit dem Etikett »hausbacken« und »konservativ« versehen werden.
Als typisch gilt die Flucht ins Idyll und ins Private.
Schon der Dichter Jean Paul hatte vom »Vollglück in der Beschränkung« gesprochen,
Goethes Sekretär Johann Peter Eckermann »eine reine Wirklichkeit im Lichte milder Verklärung« zu erkennen geglaubt.

Möbel

Entstanden aus dem Klassizismus (die Wurzeln liegen in der Antike) mit den Vorläufern, dem Louis Seize und dem Empire,
hat sich das Biedermeier von 1815 bis ca. 1830 in seiner strengen, frühen Form entwickelt.
Die Zeit zwischen 1830 und ca. 1860 rechnet man dem Spätbiedermeier zu.
Biedermeiermöbel zeichnen sich durch ihre handwerkliche Qualität aus.
Man baute sie in Deutschland und Österreich aus einheimischen Hölzern wie z.B. Kirsche, Esche, Birke und Nußbaum,
sowie Mahagoni, das damals über Westindien und England nach Deutschland exportiert wurde.
Biedermeier-Möbel erfreuen sich anhaltender Wertschätzung. Mit ihrer hohen Funktionalität, ihren schlichten,
reduzierten Formen und ihrer Eleganz entsprechen sie auch dem heutigen modernen Wohngefühl.

Quelle: Wikipedia